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Stille im Alltag - Warum die eigentliche Meditation erst nach dem Sitzen beginnt

Aktualisiert: vor 7 Stunden



Die Meditation auf dem Kissen ist die Vorbereitung. Die eigentliche Praxis beginnt später: am Familientisch, im Gespräch mit der Nachbarin, im Moment zwischen Reiz und Reaktion.

Du kennst diesen Moment.
Du bist in einer Situation, die dich innerlich überfordert. Und plötzlich sprichst du mehr, als du eigentlich willst.

Zu schnell. Zu viel. Zu unklar.

Du erklärst dich. Du rechtfertigst dich. Du versuchst etwas zu korrigieren – das im Grunde gar keine Korrektur benötigt.
Oder du bist wütend. Und die Worte, die aus dir kommen, sind schneller als deine Klarheit.
Oder du bist verletzt. Und statt bei dir zu bleiben, beginnst du zu verharmlosen, zu glätten, dich selbst kleiner zu machen. Und während du sprichst, passiert etwas Unsichtbares: Du verlierst Energie.
Nicht durch das Thema. Sondern durch die Menge an Worten, die nicht aus Ruhe und eigentlich nicht aus deinem Innersten sondern deiner Peripherie entstehen.

Ich kenne das gut.

Und ich kenne auch das andere. Die Momente, in denen ich gemerkt habe:
"Ich muss nicht mehr sagen. Ich muss weniger verlieren."

Der Moment, der alles verändert


Stell dir folgende Alltagsszene vor.
Eine Mama sitzt mit ihren Kindern am Tisch. Die Kinder sind laut. Zu laut.
Sie hat es bereits gesagt. Mehr als einmal.
Ihr Nervensystem ist müde.
Und automatisch will sie wieder erklären. Wieder korrigieren. Wieder eingreifen. Will sie vielleicht selber schreien, damit das endlich aufhört.

Doch diesmal macht sie etwas anders:
Sie sagt es einmal. Und dann wird sie still. Nicht innerlich abwesend. Nicht beleidigt. Nicht kontrollierend.

Sondern da. Präsent.

Sie bleibt im Raum, ohne sich in Worte zu verlieren. Und etwas verschiebt sich. Nicht sofort. Nicht perfekt. Aber spürbar. Die Dynamik verändert sich nicht durch mehr Sprache – sondern durch mehr Stille. Da spürst du es: Schweigen ist Gold.

Noch mehr Gold: Schweigen im Gespräch


Es gibt einen noch subtileren Moment des Schweigens.
Im Gespräch mit anderen.
Stell dir vor, jemand sagt etwas, das in dir Widerstand auslöst. Bevor du es merkst, bist du schon mittendrin: im Zustimmen, um es leichter zu machen, im Abschwächen, um niemanden zu verletzen, im Reden, um dich zu schützen.
Und danach spürst du dich selbst weniger klar. Nicht weil du falsch warst.
Sondern weil du dich selbst einen Moment lang verlassen hast – in der Geschwindigkeit deiner Reaktion, im unbewussten Reden.

Genau diesen Moment erforschen Frauen, die ich im Coaching begleite immer wieder. Die feinen Augenblicke wahrzunehmen, in denen wir uns selbst verlassen – und die Möglichkeit zu entdecken, wieder bei uns anzukommen - ist Gold.

Schweigen ist kein Rückzug


Schweigen bedeutet nicht, dass du nicht zuhörst. Es bedeutet nicht Gleichgültigkeit. Es bedeutet nicht, dass du keine Meinung hast oder dein Gegenüber ignorierst. Es gibt eine Form von Schweigen, die wahrlich Gold wert ist. Sie ist eine Befreiung für dich und für dein Gegenüber.

Ein Schweigen, das sich in volle Präsenz übersetzt. Eine Entscheidung, dich nicht sofort zu verlieren. Das Gegenüber nicht sofort zu belagern. Den Inhalten Raum und Zeit zum Atmen zu geben.

Einen Moment lang nicht reagieren, sondern den Moment halten, im Moment verweilen.
Und oft passiert etwas Überraschendes:
Das Gespräch wird langsamer. Ehrlicher. Weniger geladen. Es wird klarer.
Nicht weil du es kontrollierst – sondern weil du Raum für Entfaltung lässt.

Quiet Gold entsteht im Alltag. Im Moment zwischen Reiz und Reaktion.
Genau dort entscheidet sich alles. Nicht im Retreat, nicht in der Theorie.
Sondern im Alltag, in deinem Nervensystem.

In meiner Coaching-Arbeit mit Frauen, die viel tragen, zeigt sich immer wieder: Die grössten Veränderungen entstehen selten in den grossen Erkenntnissen. Sie entstehen in den kleinen Momenten des Innehaltens – dort, wo wieder Raum entsteht, sich selbst zu hören und dem Leben bewusster zu begegnen.

Hier beginnt deine Praxis


Stille ist keine Fähigkeit, die du „einmal lernst“.
Sie ist ein Training. Du trainierst dein System in Klarheit und in Präsenz.

Der einfachste Einstieg in diese Praxis - du ahnst es schon: Meditation.
Dabei bedeutet Meditation nicht Flucht aus dem Leben – sondern Rückkehr zu dir selbst.
Im Sitzen übst du die Stille, das Aushalten deiner Gefühle und das Beobachten deiner Gedanken. Du siehst zu, wie alles in dir entsteht und wieder vergeht.
Damit du im Alltag, wenn es laut wird, nicht im Lärm verschwindest, sondern zur goldenen Präsenz wirst.

Einladung


Wenn dich diese Worte ansprechen, dann ist das kein Zufall. Schön liest du diese Zeilen. Schön teilen wir diesen kurzen Moment.

Im Quiet Gold Journal findest du regelmässige Impulse, Meditationen und Gedanken, die dich dabei unterstützen, mitten im Leben - zwischen Familie, Arbeit und Beziehungen - zu deiner inneren Ruhe zurückzufinden.
Nicht perfekt.
Nicht immer.
Aber immer öfter.

Und ich begleite dich mit Meditationen und weiteren Angeboten, die dich wieder näher zu dir bringen. Angebote, die dich dabei unterstützen, immer wieder in dein Quiet Gold zurückzufinden.

Wenn du möchtest, geh diesen Weg mit mir weiter und melde dich hier für meinen Newsletter an.

Und vielleicht darf dich heute einfach diese eine Frage begleiten:
Was entfaltet sich, wenn ich still werde?

Goldene Grüsse
Melly

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MELLY IYABO PETKOVIĆ

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