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Intuition – Warum dein Körper flüstert und dein Verstand noch diskutiert.

Aktualisiert: vor 2 Tagen

Wenn die leisen Signale deines Körpers klarer sind, als die lautesten Gedanken deines Kopfes.



Bevor du weiterliest, schenke dir einen kleinen Moment.
Lege eine Hand auf dein Herz. Oder auf deinen Bauch.
Atme tief ein.
Und langsam wieder aus.

Mehr braucht es nicht.

Bevor dein Verstand beginnt, diesen Artikel zu analysieren, hat dein Körper längst entschieden, wie er sich beim Lesen fühlen wird. In meiner Arbeit als seelenzentrierte Coachin begegne ich dem dabei zugrunde liegenden Phänomen, der Kraft der Intuition, regelmässig.

Ich begleite immer wieder Frauen, mit derselben Sehnsucht.
Die Sehnsucht nach Klarheit. Nicht nach der Klarheit, die entsteht, wenn endlich alle Fakten auf dem Tisch liegen. Sondern nach der Klarheit, die plötzlich da ist.
Leise.
Unaufgeregt.
Wie ein inneres Wissen, das keine Begründung braucht.

Viele Frauen kommen zu mir, weil sie erschöpft sind vom ewigen Denken.
Sie analysieren Beziehungen.
Sie wägen berufliche Entscheidungen ab.
Sie zerdenken jedes Gespräch.
Sie lesen Bücher, hören Podcasts, besuchen Seminare – und fühlen sich trotzdem nicht sicher.
Nicht, weil ihnen Wissen fehlt.
Sondern weil sie den Zugang zu ihrer eigenen inneren Wahrheit verloren haben.

Ich kenne das.
Auch ich habe viele Jahre geglaubt, gute Entscheidungen müssten logisch sein.
Bis ich begann, meinem Körper zuzuhören.
Nicht irgendwann. Nicht im gehaltenen Rahmen eines Ashrams oder Klosters. Nicht während der Yogastunde.
Sondern mitten im Leben.

Mein Mann und ich erleben es bis heute immer wieder.
Wir sind unterwegs irgendwohin und mein Mann sagt:
"Lass uns hier abbiegen."

Oder wir lernen jemanden kennen und ich sage danach:
„Dieser Person würde ich nicht zu viel erzählen."

Oft höre ich von meinem Mann auch:
"Warte noch. Es wird sich von selbst lösen."

Es gibt keine Beweise.
Keine Argumente.
Keine Checkliste.
Nur dieses leise Wissen.
Und erstaunlich oft zeigt sich Wochen später, warum es da war.
Früher hätte ich versucht, dieses Gefühl zu ignorieren.

Heute weiss ich:
Meine Intuition schuldet meinem Verstand keine Erklärung.

Den Verstand entlasten, der Intuition vertrauen


Wir leben in einer Welt, die Antworten liebt.
Begründungen.
Strategien.
Sicherheit.
Schon als Kinder lernen wir, unsere Entscheidungen zu rechtfertigen.
"Warum?"
Diese Frage begleitet uns ein Leben lang.
Im Vergleich stellen sehr viel seltener die Frage:
"Wie fühlt es sich an?"
Dabei liegt genau dort eine Weisheit, die älter und meist klarer ist als jeder Gedanke. Denn unser Körper registriert ständig Informationen, die unserem bewussten Denken verborgen bleiben.
Ein Blick.
Eine minimale Veränderung in der Stimme.
Eine Spannung im Raum.
Die Geschwindigkeit einer Bewegung.
Unzählige kleine Signale.

Unser Nervensystem verarbeitet sie in Sekundenbruchteilen. Der Kopf braucht dafür oft Stunden. Oder Wochen.
In der Arbeit mit meinen Klient:innen sehe ich es immer wieder: Unser Körper ist nicht unbedingt besser als unser Verstand.
Er ist schlicht klarer und schneller.

In meinem Coaching geht es deshalb nie darum, noch mehr Antworten im Aussen zu finden. Es geht darum, die Verbindung nach innen wieder aufzubauen. Denn Intuition ist kein aussergewöhnliches Talent. Sie ist unsere natürliche Sprache. Wir haben lediglich verlernt, sie zu verstehen. Über Jahre hinweg wurde sie überdeckt.
Von Erwartungen.
Von Perfektionismus.
Von Leistungsdruck.
Von der Angst, etwas falsch zu machen.

Und irgendwann vertrauen wir lieber fremden Meinungen, als unserer eigenen Wahrnehmung.

Lass das mal im Raum stehen:
Wir vertrauen lieber fremden Meinungen, als unserer eigenen Wahrnehmung.

Wenn du spürst, dass es Zeit ist, dieses Muster hinter dir zu lassen und wieder Zugang zu deinen eigenen Antworten zu finden, bist du herzlich zu einem Probecoaching eingeladen.

Wie unsere Intuition mit uns spricht


Vielleicht kennst du diese Momente.
Du betrittst einen Raum.
Alles scheint freundlich.
Und trotzdem zieht sich etwas in dir zusammen.

Oder du lernst einen Menschen kennen.
Eigentlich spricht nichts gegen ihn.
Und doch möchtest du Abstand halten.

Oder genau andersherum.
Du triffst eine Entscheidung, die für andere völlig unvernünftig wirkt.
Und tief in dir entsteht plötzlich Frieden.
Nicht Euphorie.
Nicht Aufregung.
Einfach Ruhe.

Für mich ist das eines der deutlichsten Zeichen von Intuition.
Sie fühlt sich selten laut an.

Sie fühlt sich stimmig an.

Viele Menschen verwechseln Intuition mit Angst.
Dabei sprechen beide eine völlig unterschiedliche Sprache.
Angst wird eng.
Sie malt Katastrophen.
Sie möchte kontrollieren.
Sie wird laut.
Sie entsteht häufig im Kopf oder in den Worten anderer.

Intuition hingegen ist erstaunlich ruhig.
Selbst wenn sie dich vor etwas warnt.
Sie dramatisiert nicht.
Sie hält fest.
Sie diskutiert nicht.
Sie informiert.
Sie entsteht in deinem Innersten.

Diese feinen Unterschiede lernen wir im Coaching wieder wahrzunehmen.
Nicht im Kopf.
Sondern im Körper, in deinen Gefühlen, in deinen inneren Bildern.
Denn dein Körper kennt den Unterschied längst.

Viele nennen es Urvertrauen.
Oder Gottvertrauen.
Andere nennen es innere Führung.
Für mich beschreibt all das dieselbe Qualität.
Die Bereitschaft, dem Leben wieder zuzutrauen, dass nicht alles über unsere Kontrolle entstehen muss. Dass wir Informationen empfangen dürfen, die unser Verstand nicht sofort verstehen muss. Dass wir nicht immer den gesamten Weg kennen müssen.
Nur den nächsten Schritt.

Gerade Frauen tragen häufig die Vorstellung in sich, immer alles richtig machen zu müssen. Doch Leben funktioniert selten wie eine Excel-Tabelle. Leben entfaltet sich.

Ich glaube genau dort beginnt das, wonach wir im Grunde all streben: Freiheit.

Frei sein bedeutet nicht nur nicht unter der Kontrolle anderer zu sein.

Frei sein bedeutet auch Kontrolle loszulassen.


Wie stärkst du deine Intuition?


Nicht durch komplizierte Methoden. Sondern indem du dir wieder erlaubst, langsamer zu werden. Dabei geht es nicht unbedingt um die totale Entschleunigung, das Aussteigen und darum sich neu zu erfinden. Es geht um Momente des Innenhaltens.
Beobachte dich.

Wann entsteht Weite in deinem Körper?
Wann zieht sich etwas zusammen?
Welche Entscheidungen schenken dir Frieden – noch bevor sie Sinn ergeben?
Und welche fühlen sich vernünftig an, kosten dich aber Kraft?
Je öfter du innehältst, desto klarer wird deine innere Sprache.
Nicht, weil sie lauter wird.
Sondern weil der Lärm leiser wird.

Echte Freiheit


Wenn Frauen mit mir arbeiten, suchen sie selten nur nach einer Entscheidung.
Sie suchen nach sich selbst.
Nach dem Gefühl, sich wieder vertrauen zu können.
Nicht ständig Bestätigung im Aussen zu brauchen.
Nicht jede Antwort zu googeln.
Nicht jede Entscheidung mit zehn Menschen zu besprechen.

Sondern zu wissen:
"Ich bin mit mir verbunden."

Genau dort beginnt echte Freiheit.
Nicht in der Gewissheit, immer richtig zu liegen.
Sondern im Vertrauen, auch dann mit dir verbunden zu bleiben, wenn das Leben anders verläuft als geplant.

Denn Intuition verspricht keine Perfektion.

Sie führt dich zurück zu dir.

Dieser Weg ist vielleicht der sicherste, den du jemals gehen kannst.


PS: Ich weiss, du bist eine Frau, die viel trägt.
Vielleicht darfst auch du einmal gehalten sein.
Ich begleite dich zurück zu dir – zu deiner Intuition, deinen Sehnsüchten und dem Leben, das sich nach dir anfühlt.

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MELLY IYABO PETKOVIĆ

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